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Massachusetts Catholic Order of Foresters
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die hl. Dreifaltigkeits-Court Nr. 51 und
die Germania-Court Nr. 93
Diese beiden Vereine sind Zweige des katholischen Ordens der Foresters
von Massachusetts. Der Orden selbst wurde an 29. Juli 1879 organisirt und
am nächsten Tage staatlich incorporirt. Der Zweck desselben
läßt sich in einen
materiellen and geistigen unterscheiden. Zu ersterem gehört die
Ausbezahlung
einer Versicherungs- Summe von $1,000 an die Witwe oder Hinterlassenen
eines verstorbenen Mitgleides, und die gegenseitige brüderliche
Unterstützung in Krankheit, Not und Unglück; der geistige besteht in
der Hebung
und Förderung von Eintracht, Brüdlichkeit und wahrer christlichen
Barmherzigkeit
und in dem männlichen Einstehen für alle katholische Interessen.
Aufnahmsfähig sind alle katholische Männer und Jünglinge,
zwischen
achtzehn und fünfzig Jahren. Eine scharfe ärztliche Prüfung
bei der Aufnahme,
strenge Abweisung jeder zweifelhaften Applikation, regelmä&zlig;sige
Einzahlung
der Asseßments, die innigste Verbindung der einzelnen Courts unter
einander,
eine niedrige Taxirung der verschiedenen Altersklassen machen den Orden der
katholischen Foresters zu dem billigsten und einer der geschäftlich solidesten
Versicherungs- Gesellschaften des ganzen Staates.
Gegenwärtig existiren 104 Zweige, Courts genannt, mit einer
Gesammt- Mitgliederzahl von über 7,000 katholischen Jünglingen und
Männern, welche
ein jährliches Einlagekapital von mehr als $75,000 repräsentiren.
Da seit
der letzten Convention auch Frauen zugelassen werden können, so
dürfte in
nächster Zukunft die Zahl der Mitglieder leicht auf 10,000 steigen.
Die hl. Dreifaltigkeits- Court Nr. 51 wurde am 13. April 1883, gegründet,
und entsprang aus dem Bedürfniß mancher Gemeindemitglieder nach
einer
billigen und soliden Lebens- Versicherung. Es waren zwar schon früher
in der Gemeinde Versuche gemacht worden, eine Art Sterbekasse zu gründen,
allein hauptsächlich weil die Sache zu lokal und beschränkt war,
konnten sie
sich nicht lange halten. Als die hl. Dreifaltigkeits- Court eine Zeitlang
bestand und ihre Wirksamkeit besser bekannt wurde, als die katholische
Färbung
sich durch Werke ächt christlicher Barmherzigkeit als dauerhaft erwies, da
wuchs die Zahl der Mitglieder in der deutschen Court stetig und ist jetzt auf
170 gestiegen. Zwei Umstände namentlich haben auch äusserlich dazu
beigetragen, der Court Achtung und Ansehen zu verschaffen. Als vor zwei
Jahren bei der Columbusfeier die städtische Parade sich zu einer durchaus
katholischen Kundgebung gestaltete, da war es die hl. Dreifaltigkeits- Court,
welche allein die deutsche Gemeinde in glänzender Weise vertrat, und ihre
katholische Überzeugung offen an den Tag legte. Unter den 3,600 Foresters,
welche eine eigene Abteilung in der Parade bildeten, zeichnete sich die
deutsche Court durch ihre zahlreiche Beteiligung und gute Ordnung vorteilhaft
aus.
Ein weiterer Umstand, der zum Vorteil der Foresters gereicht, ist der
Geist der Zusammengehörigkeit und des festen Zusammenhaltens, welcher
kaum in einem anderen Vereine der Gemeinde sich so sehr bekundet, wie bei
den Foresters; sie bilden unter sich gleichsam eine einzige groszlig;e
Verschwägerung, in welcher jeder regen Anteil am Wohl und Wehe des
anderen
nimmt, und zugleich für den Fortschritt des ganzen Verbandes sich
bemüht,
als wäre eine persönliche Sache. Darin beruht eben die
Vereinsstärke
der Foresters, dass die einzelnen Courts nicht unter sich vereinzelt und
getrennt dastehen, sondern im regsten gegenseitigen Verkehre mit einander sich
brüderlich helfen und unterstützen. Die Gemeinde zeigte ihre
Gesinnung
gegen die hl. Dreifaltigkeits- Court in glänzender Weise bei der Einsegnung
der Fahne derselben im Juli dieses Jahres, durch die allgemeine Teilnahme
und der Feierlichkeit.
Außer der hl. Dreifaltigskeit- Court Nr. 51 besteht seit dem 26. Februar
1893 eine zweite Court in der Gemeinde, die Germania- Court Nr. 93. Trotz
ihres jugendlichen Alters zählt dieselbe bereits 50 Mitglieder und
berechtigt zu den
schönsten Hoffnungen für die Zukunft. Mit beiden Courts sind
für die
Mitglieder Kranken- Unterstützungs- Vereine verbunden, welche im
blühendsten
Zustande sich befinden. So hat z.B. der St. Bonifatius Kranken- Unterstützungs-
Verien, obgleich erst seit einigen Jahren gegründet, und trotz der
bedeutenden
Unterstützungs- Summen in den ersten Jahren seines Bestandes, einen
Überschuss von $1,000 aufzuweisen und ist jetzt durch einen Reservefonds
selbst gegen außergewöhnliche Krankheitszunahme auf sichern
Fuß gestellt.
Der katholische Orden der Foresters hatte von seiner Gründung an mit
Schwierigkeiten und Hindernissen jeder Art zu kämpfen. Anfangs wäre
er an
finanziellen Klippen fast gescheitert; allein durch Einteilung der Mitglieder
nach Altersklassen und demgemäße Taxirung derselben, durch die
Gründung
eines Reservefonds, der zuerst von einem Deutschen, dem Herrn Joseph Tondorf,
aus der hl. Dreifaltigkeits- Court, in Anregung gebracht wurde und sich
jetzt auf nahezu $15,000 beläuft, ist die geschäftliche Basis
befestigt und auf
sichern Grund gestellt. Von Seite der Geistlichkeit standen auch anfangs
Hindernisse im Wege, da der Verein neu und manchem auch das Gepräge
der Freimaurerei zu tragen schien. Aber als sie besser mit der Wirksamkeit und
Einrichtung der Foresters bekannt wurden, als sie all das Gute sahen, welches
die einzelnen Courts in den Pfarreien wirkten, da schwanden Vorurteil und
Apathie, und heute zählt der katholische Orden der Foresters die Geistlichkeit
nicht nur seinen Freunden und Sönern, sondern viele davon selbst zu
Mitgliedern.
Both of these organizations are branches of the Massachusetts Catholic
Order of Foresters which was organized on July 29, 1879 and received a
state charter on the following day.
Its aims are distinguished by the material and the spiritual. To the
first belongs the payments of life insurance in amounts of $1,000. to
the widow or heirs of a deceased member, and the mutual and fraternal
assistance in times sickness, emergency, or misfortune. The spiritual
is seen by the encouragement and promotion of unity, brotherhood, and
true Christian charity and for the strong responsiblity in all Catholic
interests. All Catholic men and youths between the ages of 18 and 50
are elligible for admission.
The Catholic Order of Foresters is one of the least expensive and most
commercially solid insurance companies in the entire counrty because of:
1. a rigorous medical examination at enrollment, subject to a prompt
rejection for every doubtful application;
2. regular payment of dues and assessments;
3. low premiums for different age classifications; and
4. the closest of connections by individual Courts with one another.
There currently exists 104 branches, called Courts with the total number of
members in excess of 7,000 Catholic youths and men which represent annual
revenues of more than $75,000.00. Since the last convention women have been
permitted to become members; so, in the near future, the number of members
should easily increase to 10,000.
The Holy Trinity Court No. 51 was founded on April 13, 1883 and sprang from
the need of many parish members for inexpensive and secure life insurance
coverage. Admittedly, an attempt had been made earlier in the parish to
establish a type of funeral expense fund (Sterbekasse). However, because
the program was too local and too limited, it was not able to last long. But,
as the Holy Trinity Court has existed for quite some time and its functions
have become better known, as proven by its Catholic views towards genuine
christian works of mercy, the number of members in the German Court has grown
steadily and now stands at about 170.
Also, from without, two situations have also contributed towards the respect
and regard extended to the Court. Two years ago at the Columbus Day celebrations,
the city parade was formed into quite a Catholic rally. There it was the Holy
Trinity Court, alone, which represented the German community in a splendid way
and their Catholic conviction was publicly made known. Among the 3,600 Foresters,
which formed its own section in the parade, the German Court distinguished
itself favorably through its sizeable participation and good order.
An additional circumstance, that has extended to the advantage of the
Foresters, is the spirit of belonging together and of strong unity, which
hardly in any other association in the community is so very manifest as with
the Foresters. This constitutes an especially large alliance in which each
industrious portion shares in the successes and failures of the other. At the
same time each takes pains for the progress of the entire group, as if it
were a personal matter. That is just on what the strength of the Forester's
association depends, that the individual Courts have not isolated themselves
and acted separately. But to each other an active, mutual connection of help
and support is maintained. The entire parish has shown its feeling towards
the Holy Trinity Court this past July through their particpation and the
ceremonies when the banner was blessed in such a magnficent way.
Besides the Holy Trinity Court No. 51 a second Court in the parish, Germania
Court No. 93, has been in existence since February 26, 1893. Despite its
young age it already numbers 50 members and has much to promise in the future.
Together, for its members, both Courts have joined to create a Sick Benefit
society, which is to be found in a prospering condition. So, for example, the
St. Boniface KUV has produced a surplus of $1,000.00 even though it was
established only a year ago and notwithstanding the significant payment of
benefits made in the first year of its existence. With a reserve fund for any
exceptional increases in sick benefit claims it has now put itself on a secure
footing.
Since its founding the Catholic Order of Foresters has had to contend with
difficulties and obstacles of every type. At the beginning it almost went
over a financial cliff. But through the separation of members according to
age classifications and by the fair assessment of same, as well as by the
creation of a Reserve Fund, now amounting to almost $15,000.00., which
brought the finances into account; it has achieved a secure commercial basis
and has formed a sound foundation. (The Reserve Fund had been first proposed
by a German, Mr. Joseph Tondorf from the Holy Trinity Court.)
From the viewpoint of the clergy, as a new organization, obstacles also stood
in the way from the outset, many of which appeared to carry the imprint of the
Free Masons. Through their efficiency and organization the Foresters became
known to all on account of the good works on which the individual Courts of
our parish worked on, causing the prejudice and apathy to fade away. Today
the Catholic Order of Foresters counts the clergy not only as friends and
colleagues, but many of them as members.
NOTES:
The above was taken from Nopper's book, which had been published in 1894 to
commemorate the 50th anniversary of the first Mass said at the old church.
(BX 4603 B7 D7)
1. For an example of the enrollment application and medical
examination, please see
Exhibits I
and II.
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